Aufbau des Leitfadens

Der Leitfaden ist in folgende Schritte eingeteilt (s. Abbildung 1):

  1. Phasen einer Kooperation: Überlegen Sie, in welcher Phase sich Ihre Kooperation befindet. 
  2. Elemente einer Kooperation: Lesen Sie die Elementbeschreibungen durch und notieren Sie für jedes Element, was bereits geklärt und was offen ist.
    Orientierungsfragen: Beantworten Sie diese Fragen für Ihre Kooperation und verschaffen Sie sich dadurch einen Überblick. 
  3. In der Elemente-Matrix werden die Elemente mit den Phasen einer Kooperation zusammengeführt und entsprechende Bausteine für das Kooperationsmanagement skizziert. Überlegen Sie, wo Sie derzeit (und künftig) die größten Herausforderungen für die Kooperation sehen und wo Unsicherheit herrscht. Was läuft bereits gut?
  4. Auswahl von Einzelinstrumenten, die Ihnen helfen, bestehende Unsicherheiten zu klären oder Herausforderungen zu meistern. Es werden Instrumente unterschieden, die als relativ fixer „Check“ für die Koordinator_innen hilfreich sind oder solche, die zur Klärung wichtiger Aspekte in der Gruppe der Kooperationspartner eingesetzt werden können.

Iteratives Kooperationsmanagement

Anhand der Phasenbeschreibungen ermöglicht der Leitfaden Ihnen zunächst einen Eindruck zu gewinnen, in welcher Phase sich die Kooperation befindet. Im Anschluss dienen die Orientierungsfragen und die Elemente-Matrix dazu, eine Einschätzung vorzunehmen, wo besondere Handlungspotenziale und -notwendigkeiten in der Kooperation bestehen. Innovationsprozesse sind jedoch dynamisch und mit ständigen Veränderungen konfrontiert. Die Elemente des Leitfadens können daher sowohl nacheinander durchgearbeitet werden oder – in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation - auch einzeln.


Das Kooperationsmanagement muss auf die jeweiligen Entwicklungen im Innovationsprozess reagieren. So kann es beispielsweise notwendig sein, zu bestimmten Zeitpunkten neue Akteure dazu zu holen, damit sich die Innovation etablieren kann oder es ist eine Nachjustierung der Innovationsziele sinnvoll, was mit einer Anpassung der Kooperationserfordernisse einhergeht. Die Fragen nach den Zielen der Kooperation, den Akteuren und dem Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen sollten daher regelmäßig behandelt werden und das Kooperationsmanagement entsprechend angepasst werden. Der Leitfaden ist daher ein Werkzeug zur permanenten Selbstreflexion des iterativen Kooperationsmanagements. Das bedeutet, dass die Schritte des Kooperationsmanagements wiederkehrend durchgegangen werden sollten.