Entwicklungsphase

Objekt der Innovation nimmt Gestalt an. Kooperativ Entwicklung bis zur Marktreife/gesellschaftlichen Etablierung. (Verbindliche) Festlegung der Ziele für die Kooperation. Entwicklung einer Struktur für die Kooperation. (Vorläufige) Festlegung der Modalitäten und Strukturen der Kooperation (Aufbauorganisation). Ende der Phase bzw. Übergang zur Realisationsphase: Festlegung des Umgangs der Partner_innen miteinander in Form von Verträgen und Etablierung eines Kooperationsmanagements.

Verteilung von Aufwand & Ertrag

Dieses Instrument dient dazu, durch das Aufzeigen der Unterschiede in der Eigen- und Fremdwahrnehmung der Verteilung von Kosten und Nutzen in der Kooperation eine Diskussion anzuregen, ob diese zwischen den Partner_innen ausgeglichen verteilt sind bzw. welche Veränderungen ggf. notwendig sind.

Zentrale Funktion: Aufwand und Ertrag der Kooperation müssen für die einzelnen Kooperationspartner erfasst, bilanziert und fair verteilt werden.

Kooperationsphase(n): In der Anbahnungsphase können die angestrebten Leistungen nur ungefähr beschrieben werden, die Partner haben aber die Erwartung an mittelfristige Erträge durch die Kooperation. In der Entwicklungsphase müssen Aufwand und Ertrag beschrieben und ein erstes Verteilungsmuster skizziert werden. In der Realisationsphase werden Aufwand, Ertrag und Risiko der einzelnen Partner erfasst und als fair angesehene Verteilungsmechanismen etabliert. In der Wandlungsphase wird der Leistungsausgleich kontinuierlich überprüft.

Anforderungen an das Kooperationsmanagement: Die Verteilung von Aufwand, Ertrag und Risiko muss beschrieben, erfasst, für die Beteiligten nachvollziehbar dargestellt und von ihnen als fair angesehen werden. Aufwand und Ertrag müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen, damit die Kooperation erfolgreich ist:

Für die Kooperationspartner (Unternehmen und Non-Profit-Bereich) muss sichergestellt werden, dass sich die einzelnen Partner ihr Engagement in der Kooperation leisten können und wollen. Welche Ressourcen setzen die Kooperationspartner ein und tauschen sie aus? Die Leistungsverteilung (z.B. Festlegung von Preisen) muss so geregelt werden, dass sie von allen Partnern als fair angesehen wird und sich für sie lohnt, damit sie nicht aussteigen. Die Regeln werden im Verlauf der Kooperation schrittweise konkretisiert.

Orientierungsfragen

 

1. Welchen Kosten/Aufwand (z.B. Geld, Zeit, finanzielles Risiko, Personal, Risiko des Verlustes von Kunden) und Nutzen/Ertrag (z.B. Imagegewinn, neue Partner im Netzwerk, Erwerb neuer Kompetenzen, Erweiterung des Kundenkreises, Stabilisierung des Betriebs) haben die Partner aus der Kooperation?

 

Bitte ergänzen oder ändern Sie die beispielhaft aufgeführten Punkte in der Tabelle.

 

Kosten/AufwandNutzen/Ertrag
Was?Wer?Was?Wer?
...
...

 

2. Wie werden für die zu erbringenden (Nachhaltigkeits-)Leistungen „Preise“ festgelegt/ Kosten ermittelt?

 

3. Sind Aufwand/Kosten und Nutzen/Ertrag in der Gruppe der Kooperationspartner fair verteilt?

    gar nicht     in Ansätzen     ausreichend     vollkommen

 

4. Gibt es in der Gruppe Diskussionen/Konflikte darüber, ob Aufwand/Kosten und Nutzen/Ertrag fair verteilt sind?

    gar nicht     in Ansätzen     ausreichend     vollkommen

 


 

An welchen Punkten sehen Sie nach der Beantwortung der Fragen Nachbesserungsbedarf, was die Verteilung von Aufwand und Nutzen betrifft?

Welche Schritte sind notwendig, um dies zu erreichen?

 

Wenn es Ihnen schwergefallen ist, die Fragen zu beantworten und/oder Sie viele der Fragen mit „nein“, „gar nicht“ oder „in Ansätzen“ beantwortet haben, besteht in diesem Bereich Handlungsbedarf für Ihre Kooperation. Wir empfehlen Ihnen für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema dringend, sich das Einzelinstrument 3A anzusehen. Einen Überblick über den Nutzen, die Dauer und den Einsatz der jeweiligen Einzelinstrumente finden Sie auf S. 16 und 17.

„Meilensteine“ für dieses Element

Der Leistungsausgleich und die Preise werden als fair angesehen.

Aufwand und Ertrag der einzelnen Partner stehen in einem akzeptablen Verhältnis.

Die Verteilung von Aufwand/Kosten und Nutzen/Ertrag in der Gruppe wird als fair wahrgenommen.