Worum geht es?

WISSEN SIE, WIE SIE PASSENDE UND UNTERSTÜTZENDE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DEN UMGANG MIT WISSEN FÜR IHR INNOVATIONSVORHABEN SCHAFFEN KÖNNEN?

 

Wissen Sie, wie Sie passende und unterstützende Rahmenbedingungen für den Umgang mit Wissen für Ihr Innovationsvorhaben schaffen können? Rahmenbedingungen, die dafür sorgen, dass insbesondere an wichtigen Schnittstellen zwischen den beteiligten Akteuren relevantes Wissen für den nächsten Innovationsschritt effektiv koordiniert werden kann? Brauchen Sie das überhaupt? Die Roadmap Wissensmanagement will anhand einiger Tools und Tipps aufzeigen, warum Sie die Ressource Wissen für Ihr Innovationsvorhaben im nachhaltigen Landmanagement effektiver nutzen sollten und wie das geht.

Wissensmanagement (WM) wird häufig enthusiastisch begonnen, die Ergebnisse bleiben aber oftmals (weit) hinter den Erwartungen zurück. Das liegt üblicherweise daran, dass Wissensmanagement schwierige Rahmenbedingungen für die Umsetzung hat. Bspw.: unzureichende Managementunterstützung (führt zu Legitimitätsproblemen bei der Umsetzung), unzureichende Planung, Koordination und Evaluierung der gewählten Maßnahmen, unzureichende Qualifikation der durchführenden Mitarbeiter_innen, oder die Tatsache, dass Wissensmanagement oft als „Nebenbei-Aufgabe“ wahrgenommen wird und eine schlechte Ressourcenausstattung erhält (Frost, 2014). Zudem konnte in der Vergangenheit der konkrete Erfolg von Wissensmanagement-Maßnahmen oft nicht - die entstehenden Kosten jedoch sehr wohl - nachgewiesen werden. Daher wird der generelle Nutzen von Wissensmanagement oft hinterfragt. Wir sind allerdings überzeugt, dass Wissensmanagement durch gute Planung und Abstimmung mit anderen Managementaufgaben entscheidend zum Erfolg Ihres Innovationsvorhabens beitragen kann.

Was leistet das Tool?

Die Roadmap Wissensmanagement bietet Ihnen Unterstützung dabei die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Wissen in Ihrem Innovationsvorhaben festzulegen. Dazu gehört: 

  • eine Wissensplanung für Ihr Innovationsvorhaben durchzuführen, die Ihre Nachhaltigkeits- und Innovationsziele unterstützt.
  • einen Überblick über die wichtigen Wissensbestände, Wissenslücken und Wissensmonopole bei den einzelnen Akteuren zu erhalten.
  • Wissensziele, Wissensbestände und das Innovationsumfeld regelmäßig auf Aktualität und Kohärenz zu überprüfen.
  • den für Ihr Innovationsvorhaben notwendigen Wissensaustausch an den Schnittstellen gut aufeinander abgestimmt zu organisieren.
  • die notwendigen Ressourcen (finanzielle Mittel und Manpower) und Prozesse zu organisieren und Verantwortlichkeiten festzulegen.

 

Was kann ich erwarten?

Die Roadmap Wissensmanagement unterstützt Sie dabei, fördernde Rahmenbedingungen für die Organisation der notwendigen Wissensprozesse in Ihrem Innovationsvorhaben zu schaffen. 
Dazu stehen Ihnen vier 'Tools' zu Verfügung. Eines betrifft das strategische Wissensmanagement und eins das operative Wissensmanagement. Die Tools bauen logisch aufeinander auf und können sehr gut nacheinander angewendet werden. Falls Sie in Teilen bereits sicher sind, dass Ihre Wissensprozesse gut funktionieren, sind die Tools natürlich auch einzeln anwendbar, oder Sie nutzen Sie einfach, um vor Ort bestehende Routinen zu ergänzen. 

Es handelt sich vor allem um analoge, kommunikationsfördernde Tools. Denn es gilt: Je spezifischer die Nachhaltigkeitsprobleme, je früher Sie sich im Innovationsprozess befinden und je komplexer die Prozesse, umso weniger eignet sich Software bzw. umso weniger kann Software diese Komplexität auch sinnvoll abbilden. Der angebotene Mix aus Tool-Anleitungen und Kurz-Checklisten soll Ihnen ein Gefühl dafür geben, wie Sie in Ihrem Vorhaben Wissensprozesse möglichst effektiv organisieren können. 

Sie entscheiden, in welcher Detailtiefe Sie sich die Tools ansehen oder diese anwenden wollen. Es kann bereits hilfreich sein, sich mit der Roadmap einen Überblick zu verschaffen und sich neue Inspiration zum Thema Wissensmanagement zu holen. 

Anwendungsbeispiel Wissensmanagement in ginkoo

Die Wissenslandkarte wurde für beide Fallstudien in ginkoo zunächst analog erarbeitet. In der Fallstudie ei care wurde sie eingesetzt, um in einem Workshop-FormatWissensasymmetrien bei Partner_innen entlang der Wertschöpfungskette aufzulösen und alle Partner_innen auf einen gemeinsamen Wissensstand zu bringen. Dies hatte zwei positive Effekte: 1. Es wurden den Akteuren die Komplexität des Vorhabens, die wichtigen Handlungsfelder im Bereich Wissen und die Wissenslücken aufgezeigt. Dadurch konnten weitere Maßnahmen formuliert werden. Für das Fallbeispiel Spreewald wurde die Wissenslandkarte auch digitalisiert. Das Decision-Spider-Tool wird ebenso in der Fallstudie ei care angewendet und unterstützt den Managementalltag der koordinierenden Akteure bei ei care. Es dient der Zusammenarbeit im Team und zum Verdeutlichen/Erklären… von sonst 'unsichtbaren' Aufgaben des Wissensmanagements. Die koordinierenden Akteure empfanden das Tool als hilfreich und stellten fest, dass einzelnen Prozesse oder Vorhaben (bspw. Produktneuentwicklung) dadurch besser strukturiert werden konnten.