Wissen weitergeben/ verteilen

Wie gut funktioniert der Wissensaustausch an kritischen Schnittstellen?

Im nachhaltigen Landmanagement besteht eine besondere Herausforderung für die Gestaltung von Wissensprozessen darin, dass viele sehr unterschiedliche Akteure gemeinsam an einer Innovation beteiligt sind. Die Schwachstellen für eine effektive Wissensweitergabe sind damit nicht nur innerhalb einzelner Organisationen, sondern besonders an den Schnittstellen zwischen diesen Akteuren zu suchen.  

Die Wissensweitergabe/ Wissensteilung, kann je nach Art des Wissens, mit dem Sie es zu tun haben, unterschiedlich aussehen: Möglichkeiten zur Wissensweitergabe von personengebundenem Erfahrungswissen findet entweder über Imitieren und Üben (Lernen bspw. bei Kurzpraktika oder Arbeitsaufenthalten), oder durch die Vernetzung relevanter Personen statt. Beide Prozesse sind sehr kommunikationsintensiv und zeitintensiv. 

Explizites Wissen hingegen kann auch über Datenbanken, Software, Datenmanagementsysteme etc. geteilt (und gesichert) werden (thematische Karten, GIS Tools etc.) 

Relevantes Wissen muss zwingend weitergeben werden, da es sonst nicht im Innovationsprozess verfügbar ist und nicht angewendet werden kann. Daher müssen die Rahmenbedingungen auf der Kulturebene/ Management die Bereitschaft zur Wissensweitergabe/ Wissensverteilung konsequent unterstützen (bspw. durch besondere Anreizsysteme). Mehr noch: Nicht-Weitergabe für den Prozess relevanten Wissens aufgrund von Macht- oder Hierarchie- oder Monopolstrukturen muss verhindert werden, da sie den Innovationserfolg nachhaltig behindern.